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Henschel-Quartett beim Heimspiel in Coburg gefeiert

Wie das Henschel Quartett das Coburger Publikum mit Werken von Mendelssohn, Bartók und Dvorák im gut besuchten Pfarrzentrum St. Augustin begeisterte.

Wenn die "Henschels" nach Coburg kommen, kann man fast schon von einem Heimspiel sprechen. Denn vor 23 Jahren traten sie erstmals bei den Musikfreunden auf, sind seit 13 Jahren Ehrenmitglieder der Gesellschaft und bestritten an diesem Abend ihr 10. Konzert in der Vestestadt. Immer noch zählen sie zu den führenden Streichquartetten unseres Landes und sind weltweit erfolgreich. 

Mendelssohn zum Auftakt

Zur Einleitung erklang das Streichquartett a-Moll op.13 von Felix Mendelssohn-Bartholdy , ein geniales Werk eines Achtzehnjährigen, über dessen frühe Meisterschaft man nur staunen kann. Es entstand 1827, im Todesjahr Beethovens und enthält mehrere Zitate desselben, womit Mendelssohn ihm eine Ehrenbezeigung erweisen wollte. Das Werk beginnt mit einer langsamen Einleitung, deren Motiv aus Beethovens Klaviersonate "Les Adieux" stammt und dann in ein stürmisches Allegro vivace übergeht. Auch das andächtige Adagio non lento zitiert ein Fugenthema aus Beethovens "Siebter", das kunstvoll verarbeitet wird. 

Tänzerisches Intermezzo

Nach einem tänzerischen Intermezzo bringt das Finale neben schroffen, dramatischen Teilen auch ruhige Passagen, die das Fugenthema aus dem 2. Satz wieder aufgreifen und das Werk nachdenklich beenden.

Das Henschel Quartett beeindruckte mit einer überlegenen, dynamisch-agogisch bis ins Kleinste ausgefeilten Wiedergabe bei traumhaftem, homogenem Zusammenspiel. So klingt Kammermusik in Vollendung! Dass sie auch in der "modernen" Musik zu Hause sind, zeigte die fulminante Interpretation des genau 100 Jahre nach dem Mendelssohnschen entstandene Streichquartett Nr. 3 von Bela Bartók. Das Werk ist formal originell angelegt: Nach einem ruhigen ersten und schwungvollen zweiten Teil wird der erste Teil wiederholt und schließt das Werk mit einer dichten, akkordischen Coda. 


Harmonisch kühn

Scharfe Konturen, verhaltene Klänge, zahlreiche Glissandi und teilweise artistisches Können der vier Künstler machten die Wiedergabe des auch heute noch harmonisch kühn wirkenden Werks zu einem besonderen musikalischen Genuss.

Dvorák zum Finale

In Tönen schwelgen konnte das Henschel Quartett nach der Pause in dem "amerikanischen" Streichquartett F-Dur op. 96 von Antonin Dvorák. Wie in seiner "Neunten" sind viele Themen von der aus den Spirituals stammenden Pentatonik geprägt. Man hörte eine blutvolle, dynamisch ausgefeilte Wiedergabe dieses dankbaren Standardwerks, was lebhaften Beifall hervorrief. Als Zugabe kehrte man wieder zum Komponisten des Anfangs zurück und brachte die hübsche Canzonetta mit ihrem virtuosen Mittelteil aus dem 1. Streichquartett op.12 zu hinreißender Wiedergabe.

04.12.2017, von Gerhard Deutschmann

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